Monatsarchiv: November 2009

Schweizer Börse SIX liegt flach

Seit heute Do 12.11.2009 14:43h geht an der Schweizer Börse SIX in Zürich wegen nicht näher bezeichneten technischer Probleme nichts mehr. Das Problem sei SIX intern, die Kommunikationsinfrastruktur läuft. Alle Börsenteilnehmer warten mehr oder minder geduldig bis die IT der SIX das Problem lokalisieren und beheben kann.

Über Reuters wurde soeben gemeldet, die Handelsaufnahme fände erst wieder morgen Freitag 13.11.2009 statt. Freitag der 13. war also schon heute für die Schweizer Börser SIX. Das Problem wurde von der SIX identifiziert und es wurde deshalb entschieden das On Orderbook Trading für heute definitiv zu beenden. SIX leitet ihre Business Recovery Prozedur ein.

Ein solcher Ausfall sei letztmals vor zehn Jahren vorgekommen, wie Sprecher Stephan Meier sagte. «Das Handelssytem ist stehengeblieben», sagte ein SIX-Sprecher auf Anfrage. Die Handelseinstellung betreffe sämtliche gehandelte Kategorien. Für sämtliche gehandelten Titel sei der zuletzt gehandelte Kurs als Tagesschlusskurs festgesetzt worden. Zuletzt hatte der Bluechip-Index SMI um 14.42 Uhr um 0,30 Prozent niedriger bei 6356,76 Punkten notiert. Der breite SPI sank um 0,22 Prozent auf 5481,13 Zähler.

Unterbruch im Handel an SIX Swiss Exchange und Scoach Schweiz AG
Aufgrund einer technischen Störung wurde der Handel in allen Produkten an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange und an Scoach Schweiz AG am Donnerstag, 12.11.2009 um 14.43 Uhr unterbrochen. Die Ursache für den Zwischenfall wurde identifiziert und die Arbeiten an der Lösung schreiten voran. SIX Swiss Exchange und Scoach Schweiz AG bedauern den Ausfall und planen eine ordnungsgemässe Wiederaufnahme des Handels am Freitagmorgen (13.11.2009).
Während des gesamten Unterbruchs war das Börsensystem für den Off-Order-Book-Handel verfügbar.
Die letzt bezahlten Preise in einem jeweiligen Titel werden als Tagesschlusskurs heute verwendet. Auf diesen Schlusskursen basiert auch die Indexberechnung.
Durch die Synchronisierung der Systeme von Handel, Clearing und Settlement besteht die Gewähr, dass alle an der Börse getätigten Transaktionen ordnungsgemäss abgewickelt werden können.

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Nebenwirkung von Erdwärmebohrung in Wiesbaden

Wasseraustritt nach Geothermiebohrung in Wiesbaden gestoppt

Verstopfen des Bohrlochs mit Beton im dritten Versuch gelungen

Es sprudelt nicht mehr. Eine Bohrpanne hatte in Wiesbaden zu einem gewaltigen Wasseraustritt geführt. Mehr als 24 Stunden nach der Panne beim hessischen Finanzministerium konnte der Schaden nun behoben werden.

Der Wasseraustritt am hessischen Finanzministerium in Wiesbaden ist am Samstag gestoppt worden. Laut Behörden wurde das Bohrloch verschlossen, indem man Beton mit hohem Druck tief in die Erde einbrachte. Seit dem Freitag waren zwei Versuche fehlgeschlagen.

Bei einer Erdwärmebohrung war in der Nacht zum Freitag versehentlich eine unter Druck stehende Wasserblase in 130 Metern Tiefe angezapft worden. Daraufhin schoss eine bis zu sieben Meter hohe Fontäne aus der Erde; das Gelände in der Wiesbadener Innenstadt wurde überflutet. Zeitweise traten bis zum 6000 Liter Wasser pro Minute aus.

Bereits den ganzen Freitag über hatte die Feuerwehr fieberhaft versucht, das Bohrloch zu verschliessen: Zwar wurde das Loch mit mehr als 40 Kubikmeter Beton verfüllt. Anschliessend kam das Wasser jedoch an drei neuen Stellen wieder an die Oberfläche. Die Erdwärmebohrung stand in Zusammenhang mit einem geplanten Anbau für das Finanzministerium, der mit einer geothermischen Anlage versehen werden soll.

Für das Wasser im Untergrund ist Wiesbaden berühmt: Die Stadt verfügt über insgesamt 27 heisse und ungezählte kalte Quellen. Der Quellenreichtum wird durch die Lage am Rande des Taunus begünstigt. Einige Quellen sprudeln bereits seit der Steinzeit am gleichen Ort.