Monatsarchiv: Oktober 2009

Basler Kantonalbank: 40 Stellen weg bei der AAM

Basler Kantonalbank halbiert Jobs der übernommenen AAM Privatbank

Die Basler Kantonalbank (BKB) streicht rund 40 der 86 Stellen bei der im Juli übernommenen AAM Privatbank. Die AAM habe zuviel Personal für ihre Kundschaft und Vermögen, bestätigte ein BKB-Sprecher am Mittwoch Angaben der „Basler Zeitung“.

Die 40 zu streichenden Stellen seien nicht mit Entlassungen gleichzusetzen; man suche individuelle interne Lösungen, sagte der Sprecher weiter. Der Abbau erfolge vor allem im Backoffice. Welcher der AAM-Standorte Basel, Bern, Genf und Zürich wie stark betroffen ist, sei noch offen. Ein Konsultativverfahren laufe.

Die Massnahme werde im Wesentlichen bis Ende des ersten Quartals 2010 vollzogen. Formell übernimmt die BKB die AAM per 1. Januar 2010 von der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB). Bei der Ankündigung Mitte Juli war unbeziffert von einem günstigen Kaufpreis für die auf die Vermögensverwaltung spezialisierte AAM gesprochen worden.

Die BLKB ihrerseits hatte die AAM 2001 für 350 Mio. Fr. übernommen und 2007 in eine Privatbank umgewandelt. Mit der AAM, welche 2001 als „Juwel“ bezeichnet wurde, wollte die BLKB im In- und Ausland expandieren. Das von AAM verwaltete Vermögen schmolz jedoch unter den Fittichen der BLKB von 8,4 Mrd. auf noch 3,1 Mrd. Franken.

Die Basler Kantonalbank schreibt in ihrer Medienmitteilung vom 14.Oktober 2009:
Mit dieser Integration entstehen Synergien, welche genutzt werden müssen, um die notwendige Ertragskraft nachhaltig sichern zu können. Vor diesem Hintergrund ist der angekündigte Abbau von ca. 40 Stellen bei der AAM Privatbank AG unvermeidbar. Die Folgen des Stellenabbaus sollen durch konsequente Ausnützung des konzerninternen Stellenmarktes (Basler Kantonalbank und Bank Coop) gemildert werden. Zudem wurde mit den Sozialpartnern eine sozialpartnerschaftliche Vereinbarung abgeschlossen, welche nebst einem Beratungs- und Begleitungsprozess umfassende finanzielle Leistungen vorsieht.

Nun das tönt viel besser als es wohl in Wirklichkeit ist. Der konzerninterne Stellenmarkt hilft schätzungsweise die 5 flexibelsten Mitarbeiter der AAM unterzubringen. Grösser ist der konzerninterne Stellenmarkt doch sicher nicht. Und flexibel müssen die Ex-AAM Mitarbeiter sein bezüglich Lohn und Einsatzgebiet. Hier würde mehr Transparenz auch mehr Fair-Trauen bringen. Wie gross ist der konzerninterne Stellenmarkt? Wieviele der ex-AAM Mitarbeiter finden im BKB Konzern eine Stelle und zu welchen Bedingungen?  Welches sind die konkreten ‚umfassenden finanziellen Leistungen‘? Pro-Innerstadt Bons über 50Fr?

Am Ende wird’s erst richtig zynisch. Die Pressemitteilung der Basler Kantonalbank schliesst mit den Worten:
Die Basler Kantonalbank ist überzeugt, dass sie mit diesem strategischen Entscheid und den eingeleiteten Massnahmen nicht nur für ihre neue Kundschaft eine nachhaltig kompetente und verlässliche Partnerin, sondern auch für die Mitarbeitenden eine attraktive und faire Arbeitgeberin sein wird.“
Davon bin ich nicht überzeugt.

Advertisements

IT Stellenabbau in der Roche

„Grosser Stress“ für Roche-Informatiker

Informatik der beiden Sparten Pharma und Diagnostika wird zusammengelegt. Umfang des Stellenabbaus noch unklar.

Wie die ‚SonntagsZeitung‘ gestern berichtete, plant der Basler Pharma-Riese Roche die Zusammenlegung der IT-Bereiche der beiden Divisionen Pharma und Diagnostika. Der Entscheid ist im September gefällt worden. Ein Lenkungsausschuss ist daran, bis September 2010 ein Konzept zu erarbeiten. Ab Januar rapportieren die beiden IT-Bereiche an die Finanzabteilung. Die Zusammenlegung der Systeme sei mit „grossem Stress“ verbunden, berichtet die Zeitung. In welchem Umfang Stellen gestrichen werden, ist nicht bekannt.

Der Konzern nutze die Generationenwechsel an der Spitze der beiden Divisionen, aber auch die Integration von Genentech, um überall die Strukturen zu vereinfachen, heisst es in der ‚SonntagsZeitung‘.