Erdbeben in Basel vom 29.6.2013 steht in direktem Zusammenhang mit eingestellten Geothermiebohrungen

Am Samstag, 29. Juni 2013 um 11:11 Uhr hat der SED in Basel ein Erdbeben der Stärke 1.7 aufgezeichnet. Das Beben ereignete sich sehr nahe beim Standort des mittlerweile eingestellten Geothermieprojektes (DHM Basel) in einer Tiefe von ca. 4 km (basierend auf der Relativ-Lokalisierung zu früheren Beben). Es wurde in Basel vereinzelt verspürt ohne Schäden zu verursachen.

Das Ereignis vom Samstag steht in direktem Zusammenhang mit dem im Dezember 2006 stimulierten Bereich. Dies ergaben Vergleiche mit früheren, durch die hydraulische Stimulation im Rahmen des DHM Projekts ausgelösten Beben vom Dezember 2006.  Beim Beben von Samstag handelt es sich um das Stärkste, das sich im Reservoirbereich des Geothermieprojektes seit November 2007 ereignet hat.

Erdbeben Lokalisation um das ehemalige Geothermiebohrloch in Basel

Erdbeben Lokalisation um das ehemalige Geothermiebohrloch in Basel

Das Auftreten derartiger Mikrobeben ist nicht ungewöhnlich. Modellrechnungen zeigen, dass die seismische Aktivität im stimulierten Bereich kontinuierlich abnehmen wird, es aber ungefähr 8 bis 15 Jahre dauert, bis sie auf das Niveau vor der Stimulation zurückgeht. Beben wie das vom Samstag (29.6.2013) können in diesem Zeitraum vereinzelt auftreten.

Die Abbildung zeigt die Lage des Bebens (dicker roter Kreis) relativ zu früher registrierten Beben im Tiefenschnitt mit Blickrichtung Nord-Nordwest, zentriert auf das Ende der Verrohrung des Bohrlochs. Blau: Beben während der Stimulation 2006; Schwarz: Nach Ende der Stimulation im Dez. 2006; Grün: Ereignisse in 2007, Rot: Ereignisse in 2010, 2012 und 2013. Die Grösse der Kreise skaliert mit der Erdbebenmagnitude.

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