Critical Mass Event 11. Sept 2010 in Basel

Treffpunkt: Sa 11. Sept 2010 14:00h beim Brunnen vor dem Kunstmuseum
Von da geht es mit dem Velo auf eine kleine Runde durch Basel.

Wir Velofahrer leben gefährlich. Leider werden wir oft übersehen von den Automobilisten. Und leider werden wir übersehen von den Politikern. Die gemeinsame Velofahrt durch die Stadt ist keine Demonstration, sondern eine gemütliche gemeinsame Fahrt. Wir zeigen uns, machen uns sichtbar, zeigen, dass wir viele sind und lassen uns nicht mehr übersehen. Die Situation für Velofahrer ist in der Stadt Basel stark verbesserungswürdig. Die sogenannten Velowege sind unsicher, da sie nicht vom Autoverkehr abgetrennt und unzureichend signalisiert sind.

Auf der Strasse darf nicht nur Raum sein für den motorisierten Verkehr, sondern auch für uns Velofahrer. Diesen Platz nehmen wir uns am Critical Mass Event.

Impressionen eines vergangenen Critical Mass Events in Basel

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Arbeiter in China kämpfen für ihre Würde

Chinesische Arbeiter begehren auf und erreichen damit massive Lohnerhöhungen. Die grossen Hersteller in China kommen zunehmend unter Druck.

Erneut sind Arbeiter bei einem chinesischen Zulieferbetrieb des japanischen Autoherstellers Honda Motor in den Ausstand getreten. Es fänden Gespräche mit dem Management statt, um die Produktion in der 500 Mitarbeiter zählenden Fabrik zur Herstellung von Auspuffsystemen so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.

Erst in der vergangenen Woche hatten Mitarbeiter eines weiteren Honda-Zulieferers in einer anderen Fabrik die Produktion lahmgelegt. Der Streit gilt als beigelegt, Honda bot den Arbeitern 24 Prozent mehr Lohn an. Die Arbeitsbedingungen in China sind zuletzt immer stärker in den Fokus gerückt. Einer der Hauptarbeitgeber in der Region, der iPhone-Hersteller Foxconn, hatte in den vergangenen Tagen deutliche Lohnerhöhungen angekündigt, nachdem sich seit Jahresbeginn zehn Arbeiter von Foxconn in China das Leben genommen hatten. Um fast 70 Prozent von 1200 auf 2000 Yuan (244 Euro) sollen die Löhne steigen, teilte die taiwanische Firma am Montag mit.

Überstunden als freiwillige Entscheidung

Mit der Lohnerhöhung werde die Zahl der Überstunden sinken, die für viele Beschäftigte bislang notwendig gewesen seien, erklärte Foxconn. Ab Oktober seien Überstunden für viele «eine freiwillige Entscheidung». Foxconn-Gründer Terry Gou erklärte, die Lohnerhöhung solle die «Würde» der Angestellten sicherstellen.

Arbeitsrechtsorganisationen kritisierten, auch nach der erneuten Erhöhung blieben die Löhne noch knapp unter dem notwendigen Minimum. In Shenzhen, das als besonders teure chinesische Stadt gilt, arbeiten rund 300’000 Menschen für Foxconn. Die Entlöhnung für die Beschäftigten des Konzerns in anderen Teilen Chinas würden anhand der örtlichen Preise und Sicherheitsbestimmungen ermittelt, teilte das Unternehmen mit.

Neues Selbstbewusstsein

Die Beispiele Honda und Foxconn zeigen Beobachtern zufolge ein zunehmendes Selbstbewusstsein der Arbeiter in China, das bislang vor allem aufgrund seiner niedrigen Löhne als Wirtschaftsstandort auftrumpfen konnte.

Der Analyst Mars Hsu von Grand Cathay Securities in Taipeh sagte AFP, die Lohnerhöhung bei Foxconn werde andere Firmen, die von den billigen Arbeitskräften in China profitierten, unter Druck setzen. «Die Ära der billigen Arbeit in China ist vorbei», prophezeite Hsu.

Hsu geht davon aus, dass die höheren Löhne den Gewinn des Foxconn-Mutterkonzerns Hon Hai um etwa ein Drittel schmälern dürften. An der Börse von Taiwan fiel der Kurs der Hon-Hai-Aktie deutlich, in Hongkong wurde der Handel mit den Papieren ausgesetzt.

Clariant: Streik im Werk Huningue

Protest gegen Stellenabbau bei Clariant

Streik im Werk Huningue.

HUNINGUE. Nach ersten Warnstreiks im April will die Belegschaft des Clariant-Werks Huningue ab heute Montag in den unbefristeten Ausstand gehen. An acht Grenzübergängen der Region, den Palmrain und den Autobahnzoll eingeschlossen, wollen Streikende zudem auf ihre Situation aufmerksam machen und Unterschriften sammeln, wobei sie auf eine breite Solidarität hoffen.

Die erst 1995 aus einer Auslagerung der früheren Basler Sandoz entstandene Firma Clariant baut derzeit in der Region massiv Stellen ab und schließt den Standort Huningue mit 262 Mitarbeitern voraussichtlich bis spätestens Ende 2011 ganz. Anlässlich des Besuchs des für Clariant Frankreich verantwortlichen Personalleiters Marc Leyendecker am Montag setzen die Kollegen deshalb jetzt auf ihre letzte Karte bei den Lohn- und Gehaltsverhandlungen, um wenigstens ihre späteren Ansprüche an die Sozialkassen zu erhöhen. „Dass das Werk geschlossen wird, ist klar, darüber brauchen wir nicht mehr zu diskutieren“, sagte Christian Mehlin als Vertreter der Gewerkschaft CGT „wir sind aber nicht zufrieden mit den Bedingungen unserer Kündigung.“ Bei den Verhandlungen sei man jetzt in der Zielgeraden und wolle mit dem Streik den Forderungen Nachdruck verleihen. Auch wo die Kollegen Arbeit finden sollten, will Mehlin wissen, da gerade in ihrer Branche in der Region immer mehr abgebaut werde.

Elsässische Clariant-Angestellte behindern
Grenzübergänge bei Basel

Angestellte des Chemiekonzerns Clariant im elsässischen Hüningen haben am Montag Morgen den Pendlerverkehr an Grenzübergängen bei Basel behindert. Bei der Aktion sammelten sie Unterschriften gegen die Schliessung des Werks, bei der rund 260 Stellen verloren gehen.

Basel/Huningue. – Die Aktion begann am frühen Morgen und dauerte bis 8.45 Uhr, wie ein Sprecher des Grenzwachtkommandos Basel auf Anfrage sagte. Die Aktion habe auf französischem Boden stattgefunden, der Verkehr von Frankreich in die Schweiz sei indes spürbar behindert worden.

Betroffen waren laut dem Sprecher mindestens drei Grenzübergänge nach Basel sowie einer nach Allschwil BL, laut der französischen
Nachrichtenagentur AFP zudem auch der Autobahn-Zoll Basel-St-Louis sowie ein Grenzübergang von Frankreich nach Deutschland.

Rund 90 Personen hätten nach Angaben der Präfektur des Departements Haut-Rhin an der Aktion teilgenommen, hiess es in dem  Bericht weiter. Zudem seien die Angestellten von Clariant Huningue in einen 24-stündigen Streik getreten.

Die Aktion steht im Zusammenhang mit der letzten Verhandlungsrunde über Begleitmassnahmen bei der Betriebsschliessung. Clariant mit Sitz in Muttenz BL hatte im November die Schliessung des Werks Hüningen für 2011 angekündigt.

Siehe auch den Bericht über Clariant Muttenz und den Protestaktionen vom Februar 2010

Amy MacDonald: Love Love Love

Das neue Album ‚A Curious Thing‘ der jungen Schottin (*1987) steht seit einigen Tagen auch in der Schweiz in den Regalen. Die Single wird  häufig im Radio gespielt, hübsches Lied, dachte ich, und habe die CD gekauft. Eines vorweg: Die CD ist noch besser als die Single. Was aus Amy Macdonalds Karriere mittel- oder langfristig wird, kann man nicht wissen, aber diese CD ist für mich ein Meilenstein. Ganz grosses Kino, wunderbar, einfach liebenswert!

Sehr professionell produziert,und vermarktet,  Musik für den Massengeschmack, aber trotzdem sehr intim. Voll durchorchestrierte Folk Songs wechseln ab mit Liedern, wo die Künstlerin nur mit Gitarre begleitet wird; Folk-Pop Songs wechseln wunderschön in eine etwas rockigere Gangart. Eine Stimme die  berührt, und Lyrics, die man ruhig verstehen darf. Sympathisch und einfach, der schottische Akzent der immer wieder durchschimmert garantiert alleine schon Gänsehaut.

Ich schwärme in letzter Zeit nicht mehr für neu veröffentlichte Musik, alles hat man irgendwo schon mal gehört, nichts geht mehr wirklich unter die Haut, besonders bei den Alben, die es in die Radios und die Hitparade schaffen. Doch dieses Album ist eine wahre Entdeckung. Kaufen Kaufen Kaufen und dann Hören Hören Hören!

Am 18. Juli ist Amy Macdonald übrigens am Gurtenfestival in Bern angekündigt, das mag die Open Air Fans freuen. Von hier aus wünsche ich ihr viel Glück und gutes Wetter.

Mein Lieblings Song im Album ‚A Curious Thing‘ ist übrigens ‚What Happiness Means to Me‘, neben dem Bonus Track: Bruce Springsteen’s ‚Dancing in the Dark in einer schönen unplugged Version.


Don’t Tell Me That It’s Over

Tell me why this world is a mess
I thought you always tried your best
Tell me what I’m ought to do
Maybe you should do it too

Tell me why they’re sleeping alone
No house no where to call a home
Tell me what I’m meant to see
Won’t you stop preaching at me

And I wanna see what it’s all about
And I wanna live, wanna give something back
Don’t tell me that it’s over
It’s only just begun
Don’t tell me that it’s over
Or that this song is sung
The song is sung

All the money in the world
Would never slit all the wrongs to right
All the fire in the world
Would never set my heart alive

I dream of a day when it’s all gone away
And the sun is shining bright
I dream of a day when it’s all gone away
But dreams are for night

And I wanna see what it’s all about
And I wanna live, wanna give something back
Don’t tell me that it’s over
It’s only just begun
Don’t tell me that it’s over
Or that this song is sung
The song is sung

Don’t tell that it’s over
Please I’m on my knees I’m beggin you to stop
It’s over please I’m on my knees I’m beggin you to stop

And I wanna see what it’s all about
And I wanna live, wanna give something back
Don’t tell me that it’s over
It’s only just begun
Don’t tell me that it’s over
Or that this song is sung
The song ïs sung…

What Happiness means to me

Maybe in the start we would laugh
Maybe in the end we will cry
But I believe in every book I ever read
And what you say

And the moon was in the sky
And the tears did fill my eyes
And the memories they all have passed
But in my head they’ll always last
And in the end before I could be
I’d shown the world what it means to me
Believe it or not
I made them see
This is what happiness means to me

Will I ever see your face again
Will I ever touch your skin
I’ll never stop loving everything you do
But not me and you

And the moon was in the sky
And the tears did fill my eyes
And the memories they all have passed
But in my head they’ll always last
And in the end before I could be
I’d shown the world what it means to me
Believe it or not
I made them see
This is what happiness means to me

And in the end I made them see
This is what happiness means to me

Clariant schiebt 400 Stellen nach Asien

Clariant will bis Mitte 2012 am Hauptsitz in Muttenz 400 Stellen in der Produktion von Textilfarbstoff-Chemikalien streichen. Die Jobs werden nach Asien verlagert. Laut Unia handelt es sich dabei um «eine der grössten Massenenentlassungen der letzten Jahre». Bereits 2009 hatte Clariant in Muttenz 137 Arbeitsplätze gestrichen, jedoch erklärte Clariant-Chef Hariolf Kottmann vor einem Jahr, der Standort Muttenz sei nicht gefährdet.

Von einem «schwarzen Tag für die Nordwestschweiz» sprach die Gewerkschaft Syna. Der Führung von Clariant gelinge es nicht, das schlingernde Schiff zu stabilisieren, heisst es in einer Mitteilung der Syna vom Dienstag. Die Angestellten-Vereinigung Clariant Schweiz (AVCS) reagierte erschüttert auf den neuerlichen Abbau. Der Verein, der zur Arbeitnehmerorganisation Angestellte Schweiz gehört, forderte das Management auf, «alles Erdenkliche zu tun», um Entlassungen zu vermeiden.

Betroffene unterstützen

Der bis 2012 gültige Sozialplan müsse «konsequent und grosszügig» angewendet werden. Die Syna verlangte angesichts des Ausmasses des Stellenabbaus, dass der Sozialplan verbessert und über die ganze Restrukturierungsphase bis 2013 verlängert wird.

Die AVCS forderte, dass die vom Abbau betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rasch mit gezielten Aus- und Weiterbildungsmassnahmen unterstützt werden. Umfangreiche Outplacement-Massnahmen müssten umgesetzt werden.

Nicht ohne Konsultation

Die Unia kündigte Widerstand gegen den Stellenabbau in Muttenz an. Die Gewerkschaft wirft den Clariant-Managern vor, sie verstiessen gegen den geltenden Gesamtarbeitsvertrag und verletzten die Sozialpartnerschaft.

Bevor Massenentlassungen beschlossen und Produktionsstandorte aufgegeben würden, müsse der Belegschaft und den Gewerkschaften eine angemessene Konsultationsfrist von mehreren Wochen gewährt werden, damit diese Alternativen prüfen könnten. Die Clariant-Leitung missachte diese gesetzlichen Vorschriften bewusst, kritisiert die Unia.

Die Syna forderte das Clariant-Management auf, Hand zu konstruktiven Verhandlungen zu bieten. Der Entscheid, Arbeitsplätze nach Asien zu verschieben, müsse im Rahmen eines seriösen Konsultationsverfahrens überprüft respektive rückgängig gemacht werden.

Schweizer Börse blockiert

Die Unia sieht nun die Politik und insbesondere die Baselbieter Volkswirtschaftsdirektion in der Pflicht. Die Politik müsse «die Interessen der Belegschaft und des Produktionsstandorts Schweiz gegenüber den rücksichtslosen Clariant-Managern» wahrnehmen.

Gegen das Clariant-Management protestierten Unia-Vertreter am Dienstagmorgen auch vor der Schweizer Börse in in deren Räumen das Unternehmen die Bilanzmedienkonferenz abhielt. Sie verteilten Flugblätter, auf denen der «Kahlschlag von Kottmann» angeprangert wurde. Gemeint ist Konzernchef Hariolf Kottmann.

Rund 30 linke Aktivisten, offenbar Mitglieder des «Revolutionären Aufbaus Zürich», blockierten vorübergehend sogar den Zugang zur Schweizer Börse. Sie bewarfen das Gebäude mit Eiern und zogen nach einer guten Dreiviertelstunde wieder von dannen. Unia-Vertreter betonten gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, dass sie mit der Blockade nichts zu tun hatten.

In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Habe soeben einen Artikel gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte.
Nein ich will, dass alle lesen, was geschrieben steht…
Besonders gefallen tut mir:

Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der Kommerz vor Kunst kommt. In der Erfolg wichtiger ist als Menschlichkeit, in der geschäftliche Rafinesse mit Intelligenz gleichgesetzt wird und in der nicht Erfahrung sondern Linientreue zählen. Ich möchte in keiner Gesellschaft leben, in der „Der Kunde ist König“ wörtlich genommen wird und sich Dientleister wie Bauern im 16.  Jahrhundert ihren Feudalherren beugen sollen, ohne das diese Praxis zumindest von den Betroffenen selbst als fragwürdig  empfunden wird.

Wenn man Ende 20 länger als für einen Moment, den andere kollektiv für´s vielbeschworene Gemeinschaftsgefühl nutzen,  überlegt, ob man das alles den Rest seines Lebens erträgt, dann hat man entweder Depressionen oder einfach die Schnauze voll  von einem „System“, an dessen Implementierung man etwa so viel Zutun hatte, wie der eigenen Geburt.

Mal aus dem Nähkästchen geplaudert: Ich allein KENNE in meinem Bekanntenkreis 6 Leute, die Therapien gebraucht haben, weil sie depressiv waren oder zumindest Hilfe gesucht haben. Die viel zitierte Dunkelziffer… keine Ahnung! Aber dieser Trend ist beängstigend und da hat keiner ein Familienmitglied verloren, oder spielt wöchentlich vor zigtausend Menschen Fußball.

Nein, die Leute sind einfach auf. Fertig, weil sie immer funktionieren müssen. Weil es keine Schwäche geben darf, weil sonst  jemand anders den Job macht, der belastbarer ist. Aspiranten gibt´s genug, das Aspirin wird knapp. Und wenn es nicht der Job ist, dann die Kohle. Man verdient 3.000 brutto und hat am Ende 400 zum leben. Warum? Weil man studieren wollte und nebenbei nicht arbeiten konnte. Oder, weil die Nebenkostenabrechnung mal eben so bei 800 EUR+ ansetzte. Dazu kommt, dass die Karre kaputt ist, man ins Krankenhaus musste. Oder die Partnerschaft zerissen ist, was Neukauf von Möbeln, Umzug etc. bedeutet…

Da tanzt man auch nicht ständig nackig über ne Blumenwiese und pfeift „Oh wie ist das schön!“. MAN, die Leute haben Existenzängste. Und das in einem Land, dass als Global Player beim Export mitspielt. Was wir vorallem exportieren? Gefühlt sind es Arbeitsplätze, aber was weiß ich schon? Aber warum zum Henker geht es einigen denn so schlecht? Oder zumindest nicht sooooooooooooo gut? Weil es einigen wenigen nie gut genug geht.

http://totalerscheiss.wordpress.com/2009/11/24/in-welcher-gesellschaft-wollen-wir-leben/

In welcher Gesellschaft wollen wir leben?
Nicht so einfach zu beantworten. Die ganze Wut auf’s System sitzt tief. Die Anzahl der Leute am Rande, von Armut bedroht oder betroffen wächst. Das System hat viele abgehängt oder sie haben sich selbst vom System verabschiedet, oder zumindest das Vertrauen gehörig verloren. Auch wenn du in der glücklichen Lage bist (noch) keine Depression zu haben, oder bei dir die Medikamente gut wirken, trotzdem ist doch die Überlegung interessant, welche die Initiative Grundeinkommen
aufwirft:
(für allgemeine Infos über die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens und die Situation in anderen Ländern, siehe auch hier)

Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?
Würdest du denselben stupiden Job mit dem nörgelnden Chef weiterhin Tag für Tag ertragen, dich hinschleppen, Medikamente schlucken, nur damit du es weiterhin aushälst, nur damit du durchhälst?
Oder würdest du deine Lebenszeit nicht eher nutzen für Arbeiten, die dir wirklich Spass machen? Eine Betätigung, die dir Befriedigung bringt, und ethisch/moralisch ok ist, ja schlicht für dich stimmt, deinen Fähigkeiten und Belastbarkeit angepasst.

Was hiesse dies für unsere Gesellschaft, wenn die Mehrheit der Leute etwas anderes arbeiten würden, wenn für Ihr tägliches Einkommen gesorgt wäre? Ist unser (sozial)-(neo)-kapitalistisches System nicht schon selbst dabei, sich ausser Kraft zu setzen? Es braucht noch ein wenig Zeit – die Mächtigen und Korrupten stützen ihren Unterdrückungsmaschinerie -, aber die Auflösung eines Systems beginnt immer in den Köpfen der Menschen.

Geothermieprojekt Basel wird definitiv abgebrochen

Geothermieprojekt wird definitiv abgebrochen

Der Basler Regierungsrat hat gestützt auf die Analyse und den Antrag des zuständigen Departments entschieden, das Projekt zu stoppen.

Das Erdwärmepilotprojekt hatte am 8. Dezember 2006 in der Region Basel ein Erdbeben der Magnitude 3,4 ausgelöst, nachdem Wasser ins Bohrloch eingepresst worden war. Es folgten mehrere kleine Nachbeben. Insgesamt entstanden Schäden in Millionenhöhe. Das sogenannte Deep Heat Mining Projekt war daraufhin bis zum Vorliegen einer Risikoanalyse auf Eis gelegt worden. Am vergangenen Dienstag hat der Basler Regierungsrat gestützt auf die Analyse und den Antrag des zuständigen Departments entschieden, das Projekt zu stoppen.

An einer Medienkonferenz in Basel wurde diese Analyse nun auch der Öffentlichkeit vorgestellt. «Die Erkenntnisse der Risikoanalyse sind klar und unmissverständlich», sagte der Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, Christoph Brutschin. Eine Weiterführung des Projektes mit der vorgesehenen Technologie sei am Standort Basel nicht möglich.

Weitere Erdbeben während des Betriebs

Um den beabsichtigten Wasserkreislauf in 5000 Meter Tiefe zu schaffen, müsste weiteres Wasser unter hohem Druck eingepresst werden. In dieser Phase müsse mit bis zu 30 spürbaren Erdbeben gerechnet werden, von denen neun die Stärke des Erdbebens vom 8. Dezember 2006 erreichen oder gar übersteigen könnten. Diese Erdbeben könnten Gebäudeschäden von rund 40 Millionen Franken verursachen. Auch während der angenommenen 30 Betriebsjahre der Anlage muss laut der Analyse mit 14 bis zu 170 spürbaren Erdbeben gerechnet werden, die einen Sachschaden im Bereich von sechs Millionen Franken pro Jahr bewirken könnten. Aufgrund dieser klaren Faktenlage erachtet es der Regierungsrat als nicht angebracht, das Projekt in der vorliegenden Form weiterzuführen, sagte Brutschin. Offen gelassen werde aber, ob das vorhandene Bohrloch für andere Formen von Energiegewinnung benutzt werden könne. Erst müssten aber vertiefte Abklärungen auch zu den Risiken getätigt werden.

Resultate nicht auf andere Standorte übertragbar

Dass nach dem klaren Resultat die Frage aufkomme, warum das Risiko nicht schon vor der Gutheissung eines Projektkredites von 32 Millionen Franken durch den Grossen Rat und der Erteilung der Baubewilligung im 2003 abgeklärt worden sei, sei klar. Bisher hätten aber die Erfahrungen ähnlicher Projekte in dicht besiedeltem Raum gefehlt. So sei die vorliegende Risikoanalyse auch nur möglich gewesen, weil das Verhalten des Felsgesteins erst nach dem Einpressen von Wasser so deutlich erkennbar geworden sei. Brutschin betonte aber, dass die Resultate nicht einfach auf andere Standorte übertragen werden können. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der begrenzten fossilen Brennstoffe müsse jede Form der erneuerbaren Energien voran getrieben werden.

Ab kommendem Dienstag muss sich Markus Häring, der Geologe und Geschäftsführer der Firma Geothermal Explorers Ltd, vor dem Basler Strafgericht wegen den Erdbeben vor Gericht verantworten. Die Anklagepunkte lauten auf Sachbeschädigung mit grossem Schaden und Verursachung einer Überschwemmung oder eines Einsturzes.

Geothermie Basel: Zukunft nach Erdbeben?

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Medienmitteilung Basel-Stadt

Dossier Geothermie Basel-Stadt

Risikoanalyse Geothermie Basel von Serianex