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Erdbeben in Basel vom 29.6.2013 steht in direktem Zusammenhang mit eingestellten Geothermiebohrungen

Am Samstag, 29. Juni 2013 um 11:11 Uhr hat der SED in Basel ein Erdbeben der Stärke 1.7 aufgezeichnet. Das Beben ereignete sich sehr nahe beim Standort des mittlerweile eingestellten Geothermieprojektes (DHM Basel) in einer Tiefe von ca. 4 km (basierend auf der Relativ-Lokalisierung zu früheren Beben). Es wurde in Basel vereinzelt verspürt ohne Schäden zu verursachen.

Das Ereignis vom Samstag steht in direktem Zusammenhang mit dem im Dezember 2006 stimulierten Bereich. Dies ergaben Vergleiche mit früheren, durch die hydraulische Stimulation im Rahmen des DHM Projekts ausgelösten Beben vom Dezember 2006.  Beim Beben von Samstag handelt es sich um das Stärkste, das sich im Reservoirbereich des Geothermieprojektes seit November 2007 ereignet hat.

Erdbeben Lokalisation um das ehemalige Geothermiebohrloch in Basel

Erdbeben Lokalisation um das ehemalige Geothermiebohrloch in Basel

Das Auftreten derartiger Mikrobeben ist nicht ungewöhnlich. Modellrechnungen zeigen, dass die seismische Aktivität im stimulierten Bereich kontinuierlich abnehmen wird, es aber ungefähr 8 bis 15 Jahre dauert, bis sie auf das Niveau vor der Stimulation zurückgeht. Beben wie das vom Samstag (29.6.2013) können in diesem Zeitraum vereinzelt auftreten.

Die Abbildung zeigt die Lage des Bebens (dicker roter Kreis) relativ zu früher registrierten Beben im Tiefenschnitt mit Blickrichtung Nord-Nordwest, zentriert auf das Ende der Verrohrung des Bohrlochs. Blau: Beben während der Stimulation 2006; Schwarz: Nach Ende der Stimulation im Dez. 2006; Grün: Ereignisse in 2007, Rot: Ereignisse in 2010, 2012 und 2013. Die Grösse der Kreise skaliert mit der Erdbebenmagnitude.

Salzabbau oberhalb Muttenz

Alter Bohrturm der RheinsalineDass es in der Regio Basel unterirdische Salzvorkommen gibt, wissen viele. Die  abgebildeten alten Böhrtürme der Rheinsalinen sind charakteristisch in der Rheinebene bei Pratteln. Die Salzvorkommen erstrecken sich aber auch weit über die Rheinebene hinaus bis in den Baselbieter Jura hinein. Die Rheinsalinen erschliessen seit diesem Winter zusätzliche Salzvorkommen  oberhalb von Muttenz im Gebiet Zinggibrunn/Eigental/Sulz.  In den Gemeinden Gempen und Lupsingen sind zudem Probebohrungen bis auf 650m Tiefe geplant. Die Rheinsalinen schliessen ein Erdbebenrisiko gemäss Presseberichten aus.

Deutlich sichtbar sind die Arbeiten im Gebiet „Zinggibrunn“. Es handelt sich hier nicht um Probebohrungen, sondern um Produktionsbohrungen in 400m Tiefe. Denn in diesem Gebiet erstreckt sich unter der Erde ein Salzrücken von rund fünzig Metern Mächtigkeit, den die Rheinsalinen abbauen wollen. Jetzt wird „Zinggibrunn“ 2. Etappe realisiert, bis im 2013 soll der Soleförderprozess in Produktion gehen.

Viele Geschichten des Reichtums und der Macht ranken sich um das Salz, das „Weisse Gold“. Auf den alten Handelsstrassen wurde es über weite Distanzen transportiert wie Silber, Bernstein, Seide oder Gewürze. Nur für edle oder besonders begehrte Waren wurden die Beschwernisse hingenommen, die ein solcher Transport mit sich brachte. Als am 30. Mai 1836 beim Muttenzer Rothaus an der Grenze zu Pratteln grosse Vorkommen genau dieses Guts entdeckt wurden, bedeutete das für den Kanton Basel-Landschaft und die ganze Schweiz einen Einschnitt. Baselland war in dieser Sache fortan nicht mehr von der Stadt abhängig, was eine lange Kette von Auseinandersetzungen beendete. Dem jungen Kanton wurden grosse finanzielle Einnahmen beschert, die er dringend brauchen konnte, und wesentliche Impulse zur Industrialisierung gegeben. Und der Kanton verfügte nun über einen gesamtschweizerisch benötigten Rohstoff, der bisher hauptsächlich aus dem Ausland importiert werden musste. Carl Christian Friedrich Glenck, ein deutscher Bergbaufachmann, hat bei Muttenz nach Salz gegraben. Die erste Saline, Schweizer Hall genannt – Hall ist ein altes Wort für Salzwerk –, später Schweizerhalle, wurde eingerichtet. Mit den Gewinnen aus dem Salzverkauf konnte der Kanton BL rund 60 Jahre lang die Staatsausgaben decken. 1909 schlossen sich Schweizerhalle und die später in Kaiseraugst, Riburg und
Rheinfelden entstandenen Salinen zu den Vereinigten Schweizerischen
Rheinsalinen AG zusammen. Seit den 1970er Jahren wird auch weiter südlich von Schweizerhalle nach Salz gebohrt. So zum Beispiel im Gebiet Laahallen, Wartenberg, Zinggibrunn oder Sulz in Muttenz. Dort liegt das Salz in bis zu 400 m Tiefe, während es im Rheintal aus rund 150 m gewonnen werden kann. Da das
Steinsalz von anderen Gesteinen durchsetzt ist, wird es nicht bergmännisch
abgebaut, sondern ausgesolt. Von seiner grauen Farbe, die das Steinsalz in der Erde annimmt, leitet sich denn auch der Name Salz ab: sal ist ein indoeuropäisches Wort für ‚trübe’ oder ‚schmutzig’.

Die Rheinsalinen sind ein Unternehmen aus der Pionierzeit der Industrie. Die Salzgewinnung in der Regio geht zurück auf 1837: Salz war eine der zentralen Ressourcen der chemischen Industrie im Raume Basel und ebenso die Grundlage für die Badekultur in der Stadt Rheinfelden AG und in andern Solbädern der Schweiz. Das Salz am Rhein beendete die jahrhundertelange Abhängigkeit vom Ausland und gab den damals jungen Kantonen Basel-Landschaft und Aargau die finanzielle Startbasis für den Aufbau. Aus vier sich konkurrenzierenden privaten Salinen entstand 1909 ein einziges Unternehmen, das heute in Schweizerhalle BL und Riburg AG insgesamt pro Jahr 400’000 – 500’000 Tonnen Salz gewinnt. Die Schweizer Rheinsalinen sind heute im Besitz der Kantone (ohne Waadt), des Fürstentums Liechtenstein und der Südsalz GmbH Heilbronn, Deutschland. Im Konkordatsvertrag von 1973 regelten die Kantone den Salzverkauf. Sie garantierten damit die Versorgung aller Regionen mit Salz zu günstigen und einheitlichen Preisen. Die Transportdistanz zu den Kunden ist kurz und der Abbau mit der Laugentechnik ist verhältnismässig unkompliziert. Das

Salzabbau Schema

Prinzip: Die Salzschicht des Ur-Meeres wird angebohrt, mit Wasser aufgelöst und diese Salzlösung (Sole) in der Saline wieder eingedampft. Zurück bleibt reines Salz, getrennt von Wasser, Gips und Kalk.

Früher wurde die Salzlösung (Sole) in grossen Pfannen eingekocht (gesotten). Das so gewonnene Salz bezeichnete man deshalb als Koch- und Siedesalz. Diese traditionellen Begriffe haben sich bis heute gehalten. Kochsalz hat also seinen Namen nicht, weil wir es zum Kochen benutzen, sondern weil es durch Kochen gewonnen wird.

Flurnamen

Auch interessant, wenn wir gerade bei den Namen sind: Bei den  neu zu erschliessenden Abbaugebiete beim Zinggibrunnen  gibt es Flurnamen wie Sulzhof, Sulz, Sulzchopf, Obersulz. Das ist natürlich kein Zufall. Das Wort
Sulz ist eine Ableitung von Salz; es kann auch sulzigen, sumpfigen
oder verschmutzten Boden benennen. Da jedoch in den frühesten Quellen
ein Salzbrunnen in genau diesem Gelände belegt ist, sind die Namen sehr wahrscheinlich auf diesen zurückzuführen.

Salzgewinnung im Detail

Das Salz wird aus Steinsalzschichten in Tiefen bis 400 Meter mit zugeführtem Wasser ausgelaugt. Die konzentrierte Salzlösung fliesst in Pipelines zum Sammeltank des Bohrfeldes und von da zur Saline zur Enthärtung und zum Kristallisationsprozess in die Verdampferanlage.

Für die Sole-Laugung und Sole-Förderung werden die Sondierbohrlöcher erweitert und verrohrt, d.h., es werden drei konzentrische Rohre abgesenkt und fixiert. Das innerste Rohr leitet die gesättigte Sole nach oben ab, das zweite führt Frischwasser von oben zu und das äusserste dieser Rohre führt Stickstoff, der als Schutzgas gegen die schnelle Auslaugung zwischen das oben liegende Salz und das einströmende Frischwasser gepresst wird. Ein Netz unterirdischer Sole-, Wasser- und Schutzgasleitungen durchzieht die Bohrfelder kilometerweit, überwindet dabei Höhenunterschiede bis zu 400 Meter und läuft in unterirdischen Pumpstationen zusammen. Die Sole läuft in den Sammeltank des Bohrfeldes und wird hier als bereits wasserklare Flüssigkeit erstmals sichtbar.

Im Sammeltank der Saline strömt die Roh-Sole der Bohrfelder zusammen bevor sie in die Reaktortanks der Soleenthärtungsanlage gepumpt wird. In der gesättigten Rohsole sind, nebst 310 g reinem Kochsalz, je Liter noch 6–8 g Kalzium- und Magnesiumsalze gelöst. Diese Nebensalze würden die Heizkammern der Verdampfer mit einem steinharten Belag rasch verkrusten und damit die Leistung der Anlage drastisch vermindern. Die Nebensalze werden daher ausgefällt, d.h. die Rohsole dadurch enthärtet. Dies geschieht in zwei Phasen, durch Zugaben von Kalk, Soda und Kohlensäure. Dabei fällt hauptsächlich Gips als Rückstand an, der verpresst und in stillgelegte Kavernen gepumpt wird.

Heizdampf von 140 Grad bringt die Sole im Verdampfer zum Kochen. Der sich bildende Dampf, nun Brüdendampf genannt, wird oben abgeführt. Das Salz kristallisiert laufend aus und sammelt sich als nasser Brei am unteren Ende des Verdampfers an. In der Saline Schweizerhalle sind 6 Verdampfer in Betrieb. Sie sind über 20 m hoch und haben ein Volumen von je 100 Kubikmetern. Die Gesamtanlage funktioniert nach dem Prinzip der mechanischen Dampfverdichtung. Der Brüdendampf wird gewaschen, Kompressoren zugeleitet, dort verdichtet und dabei wieder auf 140 Grad erhitzt und so als Heizdampf erneut genutzt. Dank diesem Verfahren benötigt man heute zur Salzproduktion fünfzehnmal weniger Heizenergie als früher.

Von den Verdampfern wird der nasse Salzbrei auf die Zentrifugen geleitet. Die Masse wird bei hoher Drehzahl geschleudert, Wasser und Salz werden so getrennt. 2 % Wasser bleiben als Restfeuchte im Salz. Das Salz erscheint jetzt erstmals leuchtend weiss und rein wie frischer Pulverschnee. Der Fliessbetttrockner ermöglicht mit seinem heissen Luftstrom einen weiteren Trocknungsschritt, der praktisch auch noch das letzte Wasser vertreibt. Auf 100 kg Salz bleiben nur noch ein paar wenige Milliliter Wasser zurück.

Erdbeben wegen Salzgewinnung?

Also noch mehr weisses Gold. Nur eben der Preis des Salz-Abbaus ist beim Zinggibrunn grösser, da auf 400m Tiefe gebohrt werden muss. In der Rheinebene befinden sich die Salzvorkommen auf nur 150m. Entsprechend grösser ist das Risiko. Ich denke nicht zuletzt an die Möglichkeit, durch das Eingreifen auf 400m Tiefe unerwartete Erdbeben auszulösen. Bei den Geothermie Bohrungen im 2006 in Kleinhünningen, die nach mehreren Erdbeben (bis Stärke 3.4) definitiv eingestellt wurden, hatten die Betreiber die Erdbebengefahr bis zuletzt unterschätzt. Gut die Bohrungen in Kleinhünningen wurden im 2006 bis auf 5km Tiefe vorgetrieben, bei den Salzabbaubohrungen bei Muttenz (Zinggibrunn/Sulz) sind wir ’nur‘ bei 400m. Bisher war im Zusammenhang mit der Salzgewinnung am Rheinknie nie von einer Erdbebengefahr die Rede. Hoffen wir, dass es auch in Zukunft keinen Anlass gibt, das Thema Erdbeben und Salzgewinnung zu vertiefen.

Zur Illustration einige Fotos der Bohrstelle im Wald bei der Ewigkeitsstrasse. Die Strasse ist kaum noch passierbar. Richtung Egglisgraben wurde eine Lärmschutzwand errichtet. Eifriges Treiben im sonst so idyllischen Wald beim Sulzchopf.

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Hohe psychische Belastung bei IT-Technikern

Ständige Schlafstörungen sind besonders in der IT-Branche ein vernachlässigtes Problem. Das berichten indische Forscher um Sara Sarrafi Zadeh von der Universität Mysore in der Zeitschrift „Applied Research in Quality of Life“. Bei 35 Prozent der 91 IT-Techniker eines untersuchten Unternehmens konnten sie leichte, bei 21 Prozent schwere chronische Schlafprobleme feststellen. Die körperliche und psychische Verfassung der Untersuchten und ihre subjektive Lebensqualität stimme oft mit der Schlafqualität überein.
Dass sich das Problem nicht nur auf Indiens IT-Spezialisten beschränkt, betont Anja Gerlmaier vom Institut für Arbeit und Qualifikation IAQ der Universität Duisburg . Gerlmaier hat erst kürzlich mit Kollegen eine Studie zum Gesundheitszustand in der IT-Branche präsentiert und dabei besorgniserregende Zustände dokumentiert. „Die Schlafstörungen schienen auch in unserem Sample auf, wobei ein starker Zusammenhang zu Stress und zum Burnout-Syndrom besteht“, so die Expertin im pressetext-Interview.
Besonders die hochbeanspruchten IT-Techniker schlafen laut der deutschen Studie bei 331 Untersuchten schlecht – und zwar 54 Prozent von ihnen, womit dieses Problem häufiger ist als Rückenschmerz (46 Prozent),  Konzentrationsstörungen (45 Prozent), Magenleiden (35 Prozent) und Tinnitus (30 Prozent). Bei weniger beanspruchten IT-Technikern hat jeder fünfte Schlafstörungen, wobei Rücken- und Konzentrationsprobleme gleich oft vorkommen. Insgesamt ist jeder Vierte jeden Morgen müde und zerschlagen, jeder Dritte denkt ständig, er werde die Arbeit auf Dauer nicht durchhalten und 40 Prozent fühlen sich jeden Tag bei Arbeitsende „verbraucht“.
Dahinter steckt die enorme Stressbelastung, ist Gerlmaier überzeugt. „IT-Techniker sind mit ungeplanten Arbeiten, nicht realistisch kalkulierten und parallelen Projekten und teils kritischen Kundensituationen konfrontiert. Zudem macht ihnen auch die Virtualisierung der Arbeit zu schaffen. Sitzen die direkten Vorgesetzten in Texas, können sie diesen gegenüber eine zu hohe Belastung viel schlechter signalisieren.“ Die dauernde Anspannung sorgt für einen ständig hohen Adrenalinspiegel, wobei der Körper mit dem Abbau des Hormons nicht nachkommt. „Die Folgen sind Unruhe, Unfähigkeit des Abschaltens und der Erholung sowie erschwertes Einschlaf- und Durchschlafen.“

Die indischen Studienautoren schlagen vor, dass das richtige Schlafverhalten stärker in Lebensstil-Empfehlungen für die IT-Branche eingehen soll. Gerlmaier ist skeptisch. „Das Gesundheitsverhalten der IT-Techniker ist viel besser als beim Rest der Erwerbsbevölkerung. Sie rauchen selten, betreiben Sport und achten ohnehin mehr auf ihren Schlaf als andere.“ Kritik übt die Expertin jedoch auch an gängigen Präventionsangeboten. „Massagen, Yoga oder Stressprävention sind zwar gut, doch häufig sollen sie dem Mitarbeiter nur weismachen, er solle Belastungen als Herausforderungen sehen. Oft ist das eine Bagatellisierung.“

Eher werde man dem Problem durch konkrete Schritte einer Belastungsminderung gerecht. „Dazu gehört die Arbeitsgestaltung, jedoch auch die Beschränkung des Multitaskings. Günstig wäre, an höchstens zwei Projekten gleichzeitig tätig zu sein. In stressigen Übergangsphasen sollte man eigene Zielsetzungen überdenken und delegieren, da gerade Nebentätigkeiten viel Zeit fressen“, so Gerlmaier. Entscheidend sei jedoch auch eine gute Pausenkultur, zu der etwa gemeinsames Kaffeetrinken und Mittagessen beiträgt, sowie positive Freizeiterlebnisse. „Gerade bei Dauerstress verzichten viele auf Pausen. Das verschlimmert die Situation jedoch nur.“
Seien die Probleme auch ähnlich, könne man laut Gerlmaier die Arbeitssituation indischer IT-Entwickler dennoch nicht auf europäische Verhältnisse übertragen. „In Indien sind Großraumbüros mit fabriksmäßigen, unflexiblen Arbeitszeiten die Regel. Bei uns dominiert die Orientierung am Projekt und Arbeitstage dauern schon mal von 8 bis 22 Uhr, wenn es drängt.“ Viele deutsche Entwickler sind unter der Woche beim Kunden tätig. „Die oft vermutete Autonomie und Freiheit in der Arbeitszeit gibt es nicht, da Entwickler die anfallende Arbeitsmenge kaum beeinflussen können“, so die Expertin für Arbeitszeit und Arbeitsorganisation.

Geothermieprojekt Basel wird definitiv abgebrochen

Geothermieprojekt wird definitiv abgebrochen

Der Basler Regierungsrat hat gestützt auf die Analyse und den Antrag des zuständigen Departments entschieden, das Projekt zu stoppen.

Das Erdwärmepilotprojekt hatte am 8. Dezember 2006 in der Region Basel ein Erdbeben der Magnitude 3,4 ausgelöst, nachdem Wasser ins Bohrloch eingepresst worden war. Es folgten mehrere kleine Nachbeben. Insgesamt entstanden Schäden in Millionenhöhe. Das sogenannte Deep Heat Mining Projekt war daraufhin bis zum Vorliegen einer Risikoanalyse auf Eis gelegt worden. Am vergangenen Dienstag hat der Basler Regierungsrat gestützt auf die Analyse und den Antrag des zuständigen Departments entschieden, das Projekt zu stoppen.

An einer Medienkonferenz in Basel wurde diese Analyse nun auch der Öffentlichkeit vorgestellt. «Die Erkenntnisse der Risikoanalyse sind klar und unmissverständlich», sagte der Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, Christoph Brutschin. Eine Weiterführung des Projektes mit der vorgesehenen Technologie sei am Standort Basel nicht möglich.

Weitere Erdbeben während des Betriebs

Um den beabsichtigten Wasserkreislauf in 5000 Meter Tiefe zu schaffen, müsste weiteres Wasser unter hohem Druck eingepresst werden. In dieser Phase müsse mit bis zu 30 spürbaren Erdbeben gerechnet werden, von denen neun die Stärke des Erdbebens vom 8. Dezember 2006 erreichen oder gar übersteigen könnten. Diese Erdbeben könnten Gebäudeschäden von rund 40 Millionen Franken verursachen. Auch während der angenommenen 30 Betriebsjahre der Anlage muss laut der Analyse mit 14 bis zu 170 spürbaren Erdbeben gerechnet werden, die einen Sachschaden im Bereich von sechs Millionen Franken pro Jahr bewirken könnten. Aufgrund dieser klaren Faktenlage erachtet es der Regierungsrat als nicht angebracht, das Projekt in der vorliegenden Form weiterzuführen, sagte Brutschin. Offen gelassen werde aber, ob das vorhandene Bohrloch für andere Formen von Energiegewinnung benutzt werden könne. Erst müssten aber vertiefte Abklärungen auch zu den Risiken getätigt werden.

Resultate nicht auf andere Standorte übertragbar

Dass nach dem klaren Resultat die Frage aufkomme, warum das Risiko nicht schon vor der Gutheissung eines Projektkredites von 32 Millionen Franken durch den Grossen Rat und der Erteilung der Baubewilligung im 2003 abgeklärt worden sei, sei klar. Bisher hätten aber die Erfahrungen ähnlicher Projekte in dicht besiedeltem Raum gefehlt. So sei die vorliegende Risikoanalyse auch nur möglich gewesen, weil das Verhalten des Felsgesteins erst nach dem Einpressen von Wasser so deutlich erkennbar geworden sei. Brutschin betonte aber, dass die Resultate nicht einfach auf andere Standorte übertragen werden können. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der begrenzten fossilen Brennstoffe müsse jede Form der erneuerbaren Energien voran getrieben werden.

Ab kommendem Dienstag muss sich Markus Häring, der Geologe und Geschäftsführer der Firma Geothermal Explorers Ltd, vor dem Basler Strafgericht wegen den Erdbeben vor Gericht verantworten. Die Anklagepunkte lauten auf Sachbeschädigung mit grossem Schaden und Verursachung einer Überschwemmung oder eines Einsturzes.

Geothermie Basel: Zukunft nach Erdbeben?

Geothermie Basel: Erdbebendienst kritisiert Vorgehen

Geothermie Basel: Erdbebenserie setzt sich fort

Geothermie in Wiesbaden: Nebenwirkungen

Geothermie Basel: Nach dem Beben ist vor dem Beben

Medienmitteilung Basel-Stadt

Dossier Geothermie Basel-Stadt

Risikoanalyse Geothermie Basel von Serianex

Schweine Influenza A/H1N1: Pandemie Lagebericht (Update 01.07.2009 19:00)

A diagram of influenza viral cell invasion and...

Informationen
• Schweizer Telefon-Hotline: ++41 (0)31 322 21 00 (8-18h)
• WHO (Weltgesundheitsorganisation): http://www.who.int/en/ und
http://www.who.int/csr/disease/swineflu/en/index.html
• ECDC (European Centre for Disease Control and Prevention): http://ecdc.europa.eu/en/
• BAG-Pandemiewebseiten: http://www.pandemia.ch mit Informationen für die Bevölkerung; Pandemieplan Schweiz 2009, und weitere Informationen für Fachpersonen: http://www.bag.admin.ch/influenza/

Country, territory and area Cumulative total     Newly confirmed since the last reporting period  
  Cases Deaths Cases Deaths
Algeria 2 0 0 0
Antigua and Barbuda 2 0 0 0
Argentina 1587 26 99 3
Australia 4090 7 52 0
Austria 15 0 3 0
Bahamas 6 0 2 0
Bahrain 15 0 0 0
Bangladesh 1 0 0 0
Barbados 10 0 0 0
Belgium 47 0 4 0
Bermuda, UKOT 1 0 0 0
Bolivia 205 0 79 0
Brazil 680 1 228 1
British Virgin Islands, UKOT 1 0 0 0
Brunei Darussalam 29 0 0 0
Bulgaria 10 0 3 0
Cambodia 6 0 0 0
Canada 7983 25 208 4
Cap Verde 3 0 0 0
Cayman Islands, UKOT 13 0 4 0
Chile 6211 12 1025 5
China 1518 0 76 0
Colombia 93 2 5 0
Costa Rica 279 2 24 1
Cote d’Ivoire 2 0 0 0
Cuba 46 0 12 0
Cyprus 48 0 23 0
Czech Republic 9 0 0 0
Denmark 55 0 11 0
Dominica 1 0 0 0
Dominican Republic 108 2 0 0
Ecuador 163 0 38 0
Egypt 67 0 17 0
El Salvador 226 0 0 0
Estonia 13 0 0 0
Ethiopia 2 0 0 0
Fiji 2 0 0 0
Finland 26 0 0 0
France 277 0 42 0
    French Polynesia, FOC 2 0 0 0
    Martinique, FOC 2 0 0 0
    France, New Caledonia, FOC 6 0 6 0
Germany 417 0 51 0
Greece 92 0 6 0
Guatemala  254 2 0 0
Honduras 118 1 0 0
Hungary 10 0 2 0
Iceland 4 0 0 0
India 104 0 40 0
Indonesia 8 0 0 0
Iran 1 0 0 0
Iraq 11 0 1 0
Ireland 41 0 2 0
Israel 506 0 37 0
Italy 123 0 11 0
Jamaica 32 0 11 0
Japan 1266 0 54 0
Jordan 20 0 2 0
Kenya 1 0 1 0
Korea, Republic of 202 0 0 0
Kuwait 34 0 4 0
Laos 3 0 0 0
Latvia 1 0 0 0
Lebanon 39 0 14 0
Lithuania 1 0 0 0
Luxembourg 4 0 0 0
Malaysia 112 0 0 0
Mauritius 7 0 7 0
Mexico 8680 116 401 0
Montenegro 4 0 3 0
Morocco 17 0 6 0
Myanmar 1 0 1 0
Nepal 3 0 0 0
Netherlands 128 0 10 0
     Netherlands Antilles, Curaçao 7 0 4 0
     Netherlands Antilles, Sint Maarten 7 0 6 0
New Zealand 711 0 124 0
Nicaragua 293 0 16 0
Norway 32 0 1 0
Oman 3 0 0 0
Panama 417 0 14 0
Papua New Guinea 1 0 0 0
Paraguay 96 0 11 0
Peru 538 0 178 0
Philippines 861 1 0 0
Poland 15 0 1 0
Portugal 17 0 6 0
Qatar 10 0 0 0
Romania 28 0 4 0
Russia 3 0 0 0
Saint Lucia 1 0 1 0
Samoa 1 0 0 0
Saudi Arabia 81 0 12 0
Serbia 12 0 7 0
Singapore 701 0 102 0
Slovakia 13 0 4 0
Slovenia 4 0 0 0
South Africa 1 0 0 0
Spain 717 1 176 1
Sri Lanka 15 0 6 0
Suriname 11 0 0 0
Sweden 69 0 2 0
Switzerland 56 0 7 0
Thailand 1414 3 640 3
Trinidad and Tobago 53 0 0 0
Tunisia 3 0 1 0
Turkey 32 0 5 0
Ukraine 1 0 0 0
United Arab Emirates 8 0 0 0
United Kingdom 6538 3 2288 2
     Guernsey, Crown Dependency 5 0 4 0
     Isle of Man, Crown Dependency 1 0 0 0
     Jersey, Crown Dependency 8 0 0 0
United States of America 27717 127 0 0
Uruguay 195 1 0 1
Vanuatu 2 0 0 0
Venezuela 193 0 21 0
Viet Nam 123 0 39 0
West Bank and Gaza Strip 13 0 4 0
Yemen 7 0 1 0
Grand Total 77201 332 6308 21


Stand Mittwoch, 01.07.2009, 16:00 Uhr
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 11.06.2009 die pandemische Phase für die sogenannte Grippe A(H1N1) von der Stufe 5 auf die Stufe 6 angehoben. Die Phase 6 bedeutet, dass es in mindestens einer zweiten WHO-Region zu einer anhaltenden Mensch-zu-Mensch Übertragung gekommen ist.
Gemäss der WHO kann der Schweregrad der Pandemie zurzeit als moderat charakterisiert werden. Das BAG verfolgt aufmerksam die weltweite Entwicklung der Pandemie und überprüft laufend die geltenden Empfehlungen und Massnahmen, die wenn nötig angepasst werden. Das Ausrufen der Phase 6 hat derzeit keine direkten Auswirkungen auf die Schweiz und keine zusätzlichen Massnahmen sind erforderlich.

Aktuelle Situation in der Schweiz
Die Grippe A(H1N1) wurde erstmals am 29.04.2009 in der Schweiz nachgewiesen. Bis zum 01.07.2009 wurden insgesamt 66 bestätigte Fälle registriert. Bei 61 Fällen handelt es sich um Rückreisende aus verschiedenen Ländern. Fünf Fälle haben sich in der Schweiz angesteckt. Derzeit sind 27 Verdachtsfälle aus verschiedenen Kantonen in Abklärung.
Tabelle 1: Meldungen von Fällen der Grippe A(H1N1) an das BAG
Kanton Anzahl neue Fälle (davon noch nicht durch das Nationale Zentrum für Influenza bestätigt)  Anzahl Fälle insgesamt  (davon noch nicht durch das Nationale Zentrum für Influenza bestätigt)
AG 8
BE 1 5
BL 2
BS 2 (2) 7 (2)
FR 1 2
GE 1 7
NE 3
SG 2
SO 2
TG 1
VD 3 (3) 15 (3)
ZH 12 (2)
Total 8 (5) 66 (7)

Risikoabschätzung für die Schweiz
Die Risikoeinschätzung für die Schweiz ändert sich durch die angepasste Einstufung auf die Phase 6 zurzeit nicht. Für die Bevölkerung wird nach wie vor keine erhöhte Gefährdung durch die Grippe A(H1N1) gesehen. Um sich vor einer möglichen Ansteckung durch die Grippe A(H1N1) zu schützen und das Virus nicht weiterzuverbreiten, sind die persönlichen Hygienemassnahmen zu beachten.  Mit der weltweit steigenden Anzahl von Patienten erhöht sich auch das Risiko, dass weitere Erkrankungsfälle in die Schweiz eingeschleppt werden. Als Folge davon könnte auch die Anzahl der Personen zunehmen, die mit dem Grippevirus A(H1N1) in der Schweiz in Kontakt kommen könnten. Es ist daher wichtig, dass Rückreisende aus Regionen mit erhöhtem Expositionsrisiko, die innert 0 – 7 Tagen nach Rückkehr Grippesymptome aufweisen, umgehend ihren Arzt/ihre Ärztin telefonisch kontaktieren.

Regionen mit erhöhtem Expositionsrisiko
Nord-, Süd- und Zentralamerika, Karibik, Australien, Neuseeland, Thailand, Singapur, Grossbritannien, Spanien.
Um die oben genannte Liste zu erstellen, wurden folgende Kriterien berücksichtigt:
1) Anhaltende Mensch-zu-Mensch-Übertragung basierend auf Häufungen von Fällen
2) Geographische Ausdehnung oder Dichte der Fälle
3) Exportieren von mehreren Fällen (auch beim Fehlen von bestätigten Fällen in der Region)
Ein Expositionsrisiko besteht auch in anderen Ländern und wird regelmässig neu bewertet. Regionen, die die aufgeführten Kriterien nicht mehr erfüllen, werden von der Liste weggenommen. Das BAG empfiehlt in Anlehnung an die WHO keine Reiseeinschränkungen.

Aktuelle Situation international
Am 29.06.2009, 09:00 GMT meldete die WHO im Ganzen 70’893 Fälle der Grippe A(H1N1), davon 311 Todesfälle (WHO, update 55).

Schweine Influenza A/H1N1: Pandemie Lagebericht (Update 28.06.2009 12:00)

A diagram of influenza viral cell invasion and...

Informationen
• Schweizer Telefon-Hotline: ++41 (0)31 322 21 00 (8-18h)
• WHO (Weltgesundheitsorganisation): http://www.who.int/en/ und
http://www.who.int/csr/disease/swineflu/en/index.html
• ECDC (European Centre for Disease Control and Prevention): http://ecdc.europa.eu/en/
• BAG-Pandemiewebseiten: http://www.pandemia.ch mit Informationen für die Bevölkerung; Pandemieplan Schweiz 2009, und
weitere Informationen für Fachpersonen: http://www.bag.admin.ch/influenza/

 

Country, territory and area Cumulative total   Newly confirmed since the last reporting period
  Cases Deaths Cases Deaths
Algeria 2 0 0 0
Antigua and Barbuda 2 0 0 0
Argentina 1391 21 178 14
Australia 3280 3 423 1
Austria 12 0 0 0
Bahamas 4 0 0 0
Bahrain 15 0 0 0
Bangladesh 1 0 0 0
Barbados 10 0 5 0
Belgium 36 0 6 0
Bermuda, UKOT 1 0 0 0
Bolivia 47 0 3 0
Brazil 399 0 65 0
British Virgin Islands, UKOT 1 0 0 0
Brunei Darussalam 11 0 7 0
Bulgaria 7 0 2 0
Cambodia 5 0 4 0
Canada 6732 19 275 4
Cap Verde 3 0 0 0
Cayman Islands, UKOT 9 0 2 0
Chile 5186 7 871 3
China 1089 0 183 0
Colombia 72 2 1 0
Costa Rica 222 1 33 0
Cote d’Ivoire 2 0 0 0
Cuba 34 0 19 0
Cyprus 9 0 4 0
Czech Republic 9 0 2 0
Denmark 41 0 7 0
Dominica 1 0 0 0
Dominican Republic 108 2 0 0
Ecuador 125 0 10 0
Egypt 43 0 3 0
El Salvador 160 0 0 0
Estonia 8 0 3 0
Ethiopia 2 0 0 0
Fiji 2 0 0 0
Finland 26 0 0 0
France 191 0 20 0
    French Polynesia, FOC 1 0 0 0
    Martinique, FOC 2 0 0 0
Germany 333 0 32 0
Greece 73 0 15 0
Guatemala  254 2 19 1
Honduras 118 1 0 1
Hungary 8 0 1 0
Iceland 4 0 0 0
India 64 0 0 0
Indonesia 2 0 2 0
Iran 1 0 1 0
Ireland 29 0 6 0
Israel 405 0 30 0
Italy 102 0 6 0
Jamaica 19 0 0 0
Japan 1049 0 156 0
Jordan 15 0 0 0
Korea, Republic of 142 0 27 0
Kuwait 30 0 4 0
Laos 3 0 0 0
Latvia 1 0 0 0
Lebanon 25 0 0 0
Luxembourg 3 0 0 0
Malaysia 68 0 0 0
Mexico 8279 116 432 1
Montenegro 1 0 0 0
Morocco 11 0 2 0
Netherlands 116 0 6 0
     Netherlands Antilles, Curaçao * 3 0 0 0
     Netherlands Antilles, Sint Maarten 1 0 0 0
New Zealand 453 0 67 0
Nicaragua 265 0 45 0
Norway 22 0 0 0
Oman 3 0 0 0
Panama 358 0 28 0
Papua New Guinea 1 0 0 0
Paraguay 79 0 21 0
Peru 252 0 35 0
Philippines 445 1 0 0
Poland 13 0 0 0
Portugal 7 0 1 0
Qatar 10 0 0 0
Romania 19 0 0 0
Russia 3 0 0 0
Samoa 1 0 0 0
Saudi Arabia 48 0 3 0
Serbia 2 0 2 0
Singapore 315 0 121 0
Slovakia 7 0 3 0
Slovenia 3 0 2 0
South Africa 1 0 0 0
Spain 541 0 2 0
Sri Lanka 7 0 2 0
Suriname 11 0 0 0
Sweden 61 0 6 0
Switzerland 47 0 14 0
Thailand 774 0 0 0
Trinidad and Tobago 25 0 0 0
Tunisia 2 0 0 0
Turkey 26 0 0 0
Ukraine 1 0 0 0
United Arab Emirates 7 0 5 0
United Kingdom 3597 1 692 0
     Guernsey, Crown Dependency 1 0 1 0
     Isle of Man, Crown Dependency 1 0 0 0
     Jersey, Crown Dependency 8 0 5 0
United States of America 21449 87 0 0
Uruguay 195 0 0 0
Vanuatu 2 0 1 0
Venezuela 153 0 18 0
Viet Nam 63 0 7 0
West Bank and Gaza Strip 9 0 1 0
Yemen 6 0 0 0
Grand Total 59814 263 3947 25


Stand Freitag, 26.06.2009, 15:30 Uhr
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 11.06.2009 die pandemische Phase für die sogenannte Grippe A(H1N1) von der Stufe 5 auf die Stufe 6 angehoben. Die Phase 6 bedeutet, dass es in mindes-tens einer zweiten WHO-Region zu einer anhaltenden Mensch-zu-Mensch Übertragung gekommen ist. Gemäss der WHO kann der Schweregrad der Pandemie zurzeit als moderat charakterisiert werden. Das BAG verfolgt aufmerksam die weltweite Entwicklung der Pandemie und überprüft laufend die gel-tenden Empfehlungen und Massnahmen, die wenn nötig angepasst werden. Das Ausrufen der Phase 6 hat derzeit keine direkten Auswirkungen auf die Schweiz und keine zusätzlichen Massnahmen sind erforderlich.

Aktuelle Situation in der Schweiz
Die Grippe A(H1N1) wurde erstmals am 29.04.2009 in der Schweiz nachgewiesen. Bis zum 26.06.2009 wurden insgesamt 49 bestätigte Fälle registriert. Bei 44 Fällen handelt es sich um Rückreisende aus verschiedenen Ländern. Fünf Fälle haben sich in der Schweiz angesteckt.Derzeit sind 11 Verdachtsfälle aus verschiedenen Kantonen in Abklärung.
Tabelle 1: Meldungen von Fällen der Grippe A(H1N1) an das BAG
Kanton Anzahl Fälle insgesamt (davon noch nicht durch das Nationale Zentrum für Influenza bestätigt)
AG 8 (3)
BE 4
BL 2 (1)
BS 5
GE 3
NE 1 2
SG 2
SO 2 (1)
VD 11
ZH 10 (3)
Total 49 (8)

Risikoabschätzung für die Schweiz
Die Risikoeinschätzung für die Schweiz ändert sich durch die angepasste Einstufung auf die Phase 6 zurzeit nicht. Für die Bevölkerung wird nach wie vor keine erhöhte Gefährdung durch die Grippe A(H1N1) gesehen. Um sich vor einer möglichen Ansteckung durch die Grippe A(H1N1) zu schützen und das Virus nicht weiterzuverbreiten, sind die persönlichen Hygienemassnahmen zu beachten.  Mit der weltweit steigenden Anzahl von Patienten erhöht sich auch das Risiko, dass weitere Erkran-kungsfälle in die Schweiz eingeschleppt werden. Als Folge davon könnte auch die Anzahl der Personen zunehmen, die mit dem Grippevirus A(H1N1) in der Schweiz in Kontakt kommen könnten. Es ist daher wichtig, dass Rückreisende aus Regionen mit erhöhtem Expositionsrisiko, die innert 0 – 7 Tagen nach Rückkehr Grippesymptome aufweisen, umgehend ihren Arzt/ihre Ärztin telefonisch kontaktieren.

Regionen mit erhöhtem Expositionsrisiko
Argentinien, Australien, Chile, Dominikanische Republik, Grossbritannien, Kanada, Mexiko, Panama, Spanien, USA.
Um die oben genannte Liste zu erstellen, wurden folgende Kriterien berücksichtigt:
1) Anhaltende Mensch-zu-Mensch-Übertragung basierend auf Häufungen von Fällen
2) Geographische Ausdehnung oder Dichte der Fälle
3) Exportieren von mehreren Fällen (auch beim Fehlen von bestätigten Fällen in der Region)
Ein Expositionsrisiko besteht auch in anderen Ländern und wird regelmässig neu bewertet. Regionen, die die aufgeführten Kriterien nicht mehr erfüllen, werden von der Liste weggenommen.
Das BAG empfiehlt in Anlehnung an die WHO keine Reiseeinschränkungen.

Aktuelle Situation international
Am 26.06.2009, 07:00 GMT meldete die WHO im Ganzen 59’814 Fälle der Grippe A(H1N1), davon 263 Todesfälle (WHO, update 54).

Schweine Influenza A/H1N1: Pandemie Lagebericht (Update 25.06.2009 19:00)

A diagram of influenza viral cell invasion and...

Informationen
• Schweizer Telefon-Hotline: ++41 (0)31 322 21 00 (8-18h)
• WHO (Weltgesundheitsorganisation): http://www.who.int/en/ und
http://www.who.int/csr/disease/swineflu/en/index.html
• ECDC (European Centre for Disease Control and Prevention): http://ecdc.europa.eu/en/
• BAG-Pandemiewebseiten: http://www.pandemia.ch mit Informationen für die Bevölkerung; Pandemieplan Schweiz 2009, und weitere Informationen für Fachpersonen: http://www.bag.admin.ch/influenza/

Country, territory and area Cumulative total   Newly confirmed since the last reporting period
  Cases Deaths Cases Deaths
Algeria 2 0 1 0
Antigua and Barbuda 2 0 2 0
Argentina 1213 7 203 0
Australia 2857 2 421 1
Austria 12 0 3 0
Bahamas 4 0 2 0
Bahrain 15 0 0 0
Bangladesh 1 0 0 0
Barbados 5 0 1 0
Belgium 30 0 1 0
Bermuda, UKOT 1 0 0 0
Bolivia 44 0 19 0
Brazil 334 0 203 0
British Virgin Islands, UKOT 1 0 0 0
Brunei Darussalam 4 0 3 0
Bulgaria 5 0 3 0
Cambodia 1 0 1 0
Canada 6457 15 747 2
Cap Verde 3 0 3 0
Cayman Islands, UKOT 7 0 3 0
Chile 4315 4 0 0
China 906 0 167 0
Colombia 71 2 0 0
Costa Rica 189 1 40 0
Cote d’Ivoire 2 0 2 0
Cuba 15 0 0 0
Cyprus 5 0 1 0
Czech Republic 7 0 0 0
Denmark 34 0 11 0
Dominica 1 0 0 0
Dominican Republic 108 2 15 1
Ecuador 115 0 20 0
Egypt 40 0 1 0
El Salvador 160 0 0 0
Estonia 5 0 0 0
Ethiopia 2 0 2 0
Fiji 2 0 1 0
Finland 26 0 13 0
France 171 0 24 0
    French Polynesia, FOC 1 0 0 0
    Martinique, FOC 2 0 1 0
Germany 301 0 26 0
Greece 58 0 10 0
Guatemala  235 1 27 0
Honduras 118 0 10 0
Hungary 7 0 0 0
Iceland 4 0 0 0
India 64 0 20 0
Ireland 23 0 0 0
Israel 375 0 84 0
Italy 96 0 8 0
Jamaica 19 0 0 0
Japan 893 0 43 0
Jordan 15 0 2 0
Korea, Republic of 115 0 10 0
Kuwait 26 0 0 0
Laos 3 0 1 0
Latvia 1 0 1 0
Lebanon 25 0 13 0
Luxembourg 3 0 0 0
Malaysia 68 0 45 0
Mexico 7847 115 223 2
Montenegro 1 0 1 0
Morocco 9 0 3 0
Netherlands 110 0 19 0
     Netherlands Antilles, Curaçao * 3 0 0 0
     Netherlands Antilles, Sint Maarten 1 0 0 0
New Zealand 386 0 128 0
Nicaragua 220 0 31 0
Norway 22 0 5 0
Oman 3 0 0 0
Panama 330 0 0 0
Papua New Guinea 1 0 0 0
Paraguay 58 0 10 0
Peru 217 0 32 0
Philippines 445 1 101 1
Poland 13 0 0 0
Portugal 6 0 0 0
Qatar 10 0 2 0
Romania 19 0 1 0
Russia 3 0 0 0
Samoa 1 0 0 0
Saudi Arabia 45 0 10 0
Singapore 194 0 52 0
Slovakia 4 0 1 0
Slovenia 1 0 0 0
South Africa 1 0 0 0
Spain 539 0 17 0
Sri Lanka 5 0 1 0
Suriname 11 0 0 0
Sweden 55 0 7 0
Switzerland 33 0 2 0
Thailand 774 0 185 0
Trinidad and Tobago 25 0 7 0
Tunisia 2 0 2 0
Turkey 26 0 6 0
Ukraine 1 0 0 0
United Arab Emirates 2 0 0 0
United Kingdom 2905 1 399 0
     Isle of Man, Crown Dependency 1 0 0 0
     Jersey, Crown Dependency 3 0 2 0
United States of America 21449 87 0 0
Uruguay 195 0 159 0
Vanuatu 1   1 0
Venezuela 135 0 64 0
Viet Nam 56 0 21 0
West Bank and Gaza Strip 8 0 0 0
Yemen 6 0 1 0
Grand Total 55867 238 3707 7


Stand Mittwoch, 25.06.2009, 16:00 Uhr
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 11.06.2009 die pandemische Phase für die sogenannte Grippe A(H1N1) von der Stufe 5 auf die Stufe 6 angehoben. Die Phase 6 bedeutet, dass es in mindes-tens einer zweiten WHO-Region zu einer anhaltenden Mensch-uu-Mensch Übertragung gekommen ist. Gemäss der WHO kann der Schweregrad der Pandemie zurzeit als moderat charakterisiert werden.
Das BAG verfolgt aufmerksam die weltweite Entwicklung der Pandemie und überprüft laufend die geltenden Empfehlungen und Massnahmen, die wenn nötig angepasst werden. Das Ausrufen der Phase 6 hat derzeit keine direkten Auswirkungen auf die Schweiz und keine zusätzlichen Massnahmen sind erforderlich.

Aktuelle Situation in der Schweiz
Die Grippe A(H1N1) wurde erstmals am 29.04.2009 in der Schweiz nachgewiesen. Bis zum 25.06.2009 wurden insgesamt 47 bestätigte Fälle registriert. Bei 43 Fällen handelt es sich um Rückreisende aus verschiedenen Ländern. Vier Fälle haben sich in der Schweiz angesteckt. Derzeit sind 11 Verdachtsfälle aus verschiedenen Kantonen in Abklärung.
Tabelle 1: Meldungen von bestätigten Fällen der Grippe A(H1N1) an das BAG
Kanton Kumulative Anzahl bestätigter Fälle Anzahl neuer bestätigter Fälle
AG 7 2
BE 4
BL 2 1
BS 5
GE 3
NE 1
SG 2
SO 2 1
VD 11
ZH 10
Total 47 4

Risikoabschätzung für die Schweiz
Die Risikoeinschätzung für die Schweiz ändert sich durch die angepasste Einstufung auf die Phase 6 zurzeit nicht. Für die Bevölkerung wird nach wie vor keine erhöhte Gefährdung durch die Grippe A(H1N1) gesehen. Um sich vor einer möglichen Ansteckung durch die Grippe A(H1N1) zu schützen und das Virus nicht weiterzuverbreiten, sind die persönlichen Hygienemassnahmen zu beachten.

Mit der weltweit steigenden Anzahl von Patienten erhöht sich auch das Risiko, dass weitere Erkrankungsfälle in die Schweiz eingeschleppt werden. Als Folge davon könnte auch die Anzahl der Personen zunehmen, die mit dem Grippevirus A(H1N1) in der Schweiz in Kontakt kommen könnten. Es ist daher wichtig, dass Rückreisende aus Regionen mit erhöhtem Expositionsrisiko, die innert 0 – 7 Tagen nach Rückkehr Grippesymptome aufweisen, umgehend ihren Arzt/ihre Ärztin telefonisch kontaktieren.

Regionen mit erhöhtem Expositionsrisiko
Mexiko, USA, Kanada, Chile, Panama, Victoria (Australien), Dominikanische Republik, Grossbritannien
Um die oben genannte Liste zu erstellen, wurden folgende Kriterien berücksichtigt:
1) Anhaltende Mensch-zu-Mensch-Übertragung basierend auf Häufungen von Fällen
2) Geographische Ausdehnung oder Dichte der Fälle
3) Exportieren von mehreren Fällen (auch beim Fehlen von bestätigten Fällen in der Region)
Ein Expositionsrisiko besteht auch in anderen Ländern und wird regelmässig neu bewertet. Regionen, die die aufgeführten Kriterien nicht mehr erfüllen, werden von der Liste weggenommen.
Das BAG empfiehlt in Anlehnung an die WHO keine Reiseeinschränkungen.

Aktuelle Situation international
Am 24.06.2009, 07:00 GMT meldete die WHO im Ganzen 55’867 Fälle der Grippe A(H1N1), davon 238 Todesfälle (WHO, update 53).