ZKB Chef tritt zurück


Hans Vögeli muss nach dem Sulzer-Deal seiner Handelsabteilung mit ausländischen Investoren seinen Sessel räumen.
(Bild: Keystone)

Wegen Sulzer-Deal: ZKB-Chef tritt zurück

Hans Vögeli, Chef der Zürcher Kantonalbank (ZKB) stolpert doch über das Sulzer-Debakel seiner Handelsabteilung. Sein Rücktritt wird heute um 8.15 Uhr bekanntgegeben.

Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, sei der Druck auf Vögeli am Wochenende zu gross geworden. Der «Tages-Anzeiger» beruft sich auf eine Quelle aus dem Bankrat, dem Aufsichtsgremium der ZKB.

Um 8.15 Uhr morgens soll der Kantonsrat über den Rücktritt Vögelis informiert werden. Um 10.00 sollen die restlichen Medien an einer Medienkonferenz ins Bild gesetzt werden.

Die ZKB-Spitze hatte wohl nicht die Wahrheit gesagt, was die Transaktionen von Sulzer-Aktien an ausländische Investoren betrifft. Vögeli soll bereits früher gewusst haben, dass seine Handelsabteilung Sulzer-Aktienpakete für den russischen Investor Viktor Vekselberg schnürte.

In einem ersten Schritt hat Vögeli Handelschef Hans Fischer entlassen. Dieser soll seine Vorgesetzten zu spät informiert haben.

Der Konzernchef der Zürcher Kantonalbank (ZKB), Hans Vögeli, übernimmt
die Verantwortung für Fehler bei den Handelsgeschäften mit
Sulzer-Aktien und tritt Ende Mai zurück. Sein designierter Nachfolger
Martin Scholl übernimmt die Leitung der Geschäfte damit bereits am 1.
Juni statt wie ursprünglich geplant Anfang 2008, wie die drittgrösste
Schweizer Bank am Montag mitteilte.

Der «Fall Sulzer» hat bei der Zürcher Kantonalbank nun auch Auswirkungen auf das oberste Kader. ZKB-Chef Hans Vögeli übernimmt die formelle Verantwortung und tritt vorzeitig per Ende Mai zurück. Damit tritt der designierte CEO Martin Scholl sein Amt früher als geplant an.   Tritt kein leichtes Amt anMartin Scholl: Tritt kein leichtes Amt an (Bild key)

So hat sich ZKB-Chef Hans Vögeli seinen Abgang nicht vorgestellt. Statt in Ehren sein Amt im kommenden Jahr an den designierten Nachfolger Martin Scholl abzugeben, wirft Vögeli bereits per Ende Mai das Handtuch.

Gestolpert ist der ehrgeizige Banker, dem die Zürcher Staatsbank Rekordgewinne in Folge zu verdanken hat, einem Handelsgeschäft mit Sulzer-Aktien. «Dank» der eigenen Hausbank sieht sich der Winterthurer Sulzer-Konzern nun einer feindlichen Übernahme ausgesetzt.

Das Bankpräsidium der ZKB beschloss weiter, sich mit sofortiger Wirkung von Markus Hofmann, Leiter Handel und Kapitalmarkt, zu trennen. Die Handelsaktivitäten im Fall Sulzer hätten gegen interne Vorgaben der ZKB verstossen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Führungsverantwortung sei auf verschiedenen Ebenen nicht wahrgenommen worden. Für diese Fehler übernehme Vögeli die formelle Verantwortung. Mit seinem Rücktritt wolle Vögeli einen Beitrag leisten, damit möglichst rasch wieder Ruhe in der Bank einkehre.

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