Erdbeben Basel: Schon wieder!

Erneut Erdbeben in Basel wegen Geothermieprojekt

Die Stadt Basel ist am Dienstagmorgen um 1.09 Uhr erneut von einem
Erdbeben erschüttert worden. Nach Angaben des Schweizerischen
Erdbebendienstes (SED) hatte das Beben eine Stärke von 3,2 auf der
Richterskala.

[sda] – Auch diesmal lag das Epizentrum neben dem Bohrloch des
Erdwärme-Projektes „Deep-Heat-Mining“ im Basler Stadtteil
Kleinhüningen. Anfang Dezember war dort Wasser durch eine fünf
Kilometer tiefe Bohrung in das Gestein gepumpt worden, um die
Durchlässigkeit des Gesteins zu erhöhen.

Das Erdwärme-Projekt
wurde nach dem ersten grösseren Beben am 8. Dezember zwar vorläufig
gestoppt. Das Wasser im Untergrund habe aber nach wie vor eine
destabilisierende Wirkung, sagte ein SED-Seismologe in der Nacht auf
Anfrage.

Die Erde hatte seither in Basel noch mehrere Male
gebebt, das letzte Mal vor rund einer Woche. Bis der Druck des noch
vorhandenen Wassers sich abgebaut habe, seien weitere Beben dieser Art
nicht ausgeschlossen, sagte der Seismologe. Gemäss SED sind Beben
dieser Stärke in der Nähe des Epizentrums zwar deutlich zu spüren, es
sind jedoch keine Schäden zu erwarten.

Seit dem 8. Dezember war das Beben das Dritte mit einer Stärke von
über 3 auf der Richterskala: Am 8. Dezember selbst war eine Stärke von
3,4 und am 6. Januar eine solche von 3,1 verzeichnet worden. Gemäss der
Erdbebenliste des Projekts gab es daneben etliche Beben mit einer
Stärke zwischen 2 und 2,7.

Die Basler Regierung entscheidet voraussichtlich Ende Januar über das weitere Schicksal des Geothermie-Projekts. Der Bericht der Spezialisten der Geopower AG war am 5.1.07 an die Regierung gelangt. Leider wird das Dokument nicht der Oeffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Was haben die Geopower AG und die Regierung vor der Bevölkerung zu verbergen? Betrifft das Projekt und die damit verbundenen Gefahren nicht uns alle? Soll durch das Vorenthalten der Information eine Panik bei den Bewohnern der Region Basel verhindern? Welche weiteren möglichen Massnahmen wurden von den Geologen und Seismologen vorgeschlagen?

Die Informationspolitik der Verantwortlichen war während des ganzen Projekts durch Verharmlosungen und offensichtliche Lügen gekennzeichnet. Scheinbar behalten sie ihren Kommunikationsstil bei. Die Bevölkerung der Region hat ein Recht darauf ehrlich informiert zu werden. Tun Sie es jetzt Frau Regierungsrätin Schneider, sonst können Sie nicht nur das Geothermie Projekt sondern auch Ihre Wiederwahl vergessen.

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