Nach dem Beben die Entschuldigung

Nach dem Beben die Entschuldigung

Basler Regierung tritt vor die Medien

In der Stadt Basel hat die Baudirektorin Barbara Schneider am Dienstag um Entschuldigung gebeten, nachdem es am letzten Freitag zu einem heftigen  Erdstoss gekommen war. Das Beben wurde durch ein Geothermie-Projekt ausgelöst.

Blick auf Plan und Realität: Das Gelände des Erdwärmeprojekts in Basel.Blick auf Plan und Realität: Das Gelände des Erdwärmeprojekts in Basel. (Bild key)

(sda/ap) Über den Fortgang des Basler Erdwärmeprojekts soll erst nach dem Bericht der betroffenen Firma entschieden werden. Die Basler Baudirektorin Barbara Schneider entschuldigte sich anlässlich einer Medienkonferenz am Dienstag bei der Bevölkerung – ausdrücklich auch bei den Nachbarn im Ausland.

Die Arbeiten ruhen

Das kantonale Bauinspektorat hat die Arbeiten am Erdwärmeprojekt durch eine formelle Verfügung sistieren lassen. Diese löst eine superprovisorische Verfügung ab, die der Krisenstab bereits kurz nach dem künstlichen Erdbeben erlassen hatte. Die betroffene Firma Geopower hat rund zwei Wochen Zeit, um einen Bericht zuhanden der Behörde abzugeben.

Darin muss sie über das weitere Vorgehen informieren – insbesondere, ob wieder Wasser ins Erdinnere gepumpt werden soll. Die Firma muss zudem Auskunft darüber geben, wie sie künftig die Bevölkerung informieren will.

Informationen waren mangelhaft

In diesem Punkt wurden die Verantwortlichen in den letzten Tagen stark kritisiert. Aus heutiger Sicht würde man besser informieren, sagte die Basler Baudirektorin. Die Behörden und die Projektverantwortlichen hätten im Vorfeld mit zu wenig Nachdruck auf mögliche Erschütterungen hingewiesen. Insbesondere in den Gesprächen mit den ausländischen Nachbarn sei vor allem die Lärmproblematik im Vordergrund gestanden. Es waren Erdbeben, und nicht nur Erschütterungen. Erschütterungen sind etwas an der Erdoberfläche; die Serie von Erdbeben, welche  seit dem 2.12. Basel erschüttern, wurden alle in 5km Tiefe ausgelöst.

Datum des Entscheids ist offen

Wann genau über den Fortgang des Projekts entschieden wird, wollte Schneider ausdrücklich nicht sagen. Sie garantierte aber die Bevölkerung, auch die Nachbarstädte im Ausland, würden genau informiert. Jeder Tag, an dem das Projekt stillsteht, kostet die betroffene Firma 100’000 Franken. Bis heute wurden rund 28 Millionen Franken investiert. Nun ich las auch schon von 56 Mio Franken. 

Das unerwartet starke Erdbeben mit einer Stärke von 3,4 vom vergangenen Freitag hatte die Bevölkerung am Dreiländereck verunsichert und einzelne Schäden  ngerichtet. Personen kamen keine zu Schaden.

Die Basler Staatsanwaltschaft rechnete am Dienstag aufgrund der bisherigen Eingänge sowie von Ankündigungen mit insgesamt rund 20 Anzeigen wegen Sachschäden und Erschrecken der Bevölkerung. Auch zwei Anzeigen aus Südbaden seien darunter, sagte ein Sprecher. Artikel aus der NZZ

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