Erdbeben in Basel: Strafanzeige

Staatsanwaltschaft Basel-Stadt leitet Strafverfahren ein

Der massive Erdstoss hat auch die Justiz aktiviert: Die
Staatsanwaltschaft Basel-Stadt leitete am Freitag eine
Strafuntersuchung ein. Dabei wird abgeklärt, „ob eine Straftat vorliegt
und wer gegebenenfalls deswegen zur Rechenschaft gezogen werden muss“.
Derzeit würden „allenfalls relevante technische Daten sichergestellt“,
teilt die Staatsanwaltschaft mit. Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung
und Schreckung der Bevölkerung können Betroffene auf jeder Polizeiwache
erstatten: 061 267 71 11.

Nun was dabei rauskommt werden wir sehen. Es ist sicher auch wichtig alle Beobachtungen an den Erdbebendienst der ETH ZH zu melden. Der schweizerische Erdbebendienst begleitet die Aktivitäten der Geothermie Unternehmung. Federführend ist die IWB Basel. IWB Basel hat auf 15h eine Pressekonferenz angekündigt. Bis dann sind sie für die Presse nicht erreichbar. Der Erdbebendienst listet alle Erschütterungen auf seiner Webseite. Das ist vorbildlich. Die Beurteilung der Beben erfolgt dann eher zurückhaltend, um nicht zu sagen verharmlosend. Das Beben gestern mit Stärke 3.4 hat in Basel Gebäudeschäden verursacht, der SED meint dazu nur normalerweise sei dies nicht zu erwarten bei einem Beben dieser Stärke. Schön. Toll. Grossartig. Es HAT aber vereinzelt Schäden verursacht. Genauso wie das Wassereinpressen in 5km Tiefe nicht nur die erwarteten Mikro Beben verursacht hat, die lediglich von hochempfindlichen Geräten registriert werden können, sondern es HAT einige Beben gegeben während den letzten Tagen (ich habe hier im Blog darüber berichtet), die sehr gut zu spüren waren, mich sogar nachts geweckt haben. Es bleibt zu hoffen, dass die Erde nun wirklich wieder zur Ruhe kommt, und die Experten wenigstens in diesem Punkt Recht behalten. Bisher ist es noch zu früh, um von einer Beruhigung der Lage zu sprechen.

Wir warten gespannt auf die Presseerklärung der IWB heute Nachmittag. Es dürfte aber jedem klar sein, dass das Geothermie Projekt hier in Kleinhüningen /Basel von nun an einen grossen Widerstand stossen wird. Zu viele unkontrollierbare Risiken sind involviert. Erdbeben können künstlich ausgelöst werden, aber nicht mehr so einfach wieder gestoppt. Das Projekt gehört verhindert, nicht nur vorübergehend sistiert.

Und all die Politiker, die Cüpli trinkend, die Vorteile und wirtschaftlichen Möglichkeiten gepriesen haben, sollten sich jetzt auch überlegen, auf welche Seite Sie sich stellen: Auf die Seite der Geothermie Betreiber, die geil auf Geld und wissenschaftlichen Ruhm gerne mal das eine oder andere Risiko etwas verharmlosend darstellen; oder lieber auf die Seite der Bevölkerung.

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Eine Antwort zu “Erdbeben in Basel: Strafanzeige

  1. Q.E.D… Erdbeben in Basel dank Geothermieprojekt nun auch hausgemacht!
    ———————————————–

    Ich nehme bezug auf die regional spürbaren Aktivitäten und Bemühungen der Geopower Basel AG im Zusammenhang mit dem Projekt „deep heat mining“ in Kleinhüningen.
    Bereits habe ich mit meinen Rechtskonsulenten abgeklärt, aufgrund welcher Vorkommnisse bzw. Straftatbestände gegen die Verantwortlichen (Geopower AG Basel, Grosser Rat Basel etc.) juristische Mittel ergriffen und Schritte eingeleitet werden könnten.
    Diese da wären:

    – allgemeine und wiederholte Sachbeschädigung (an privaten und öffentlichen
    Bauten und Anlagen)

    – vorsätzliche Gefährdung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit

    – grobfahrlässige Gefährdung von Leib und Leben gegen Zivilpersonen / Unbeteiligte
    aller Alters- und Gesellschaftsschichten

    das Pressecommuniqué der Stadtpolizei erwähnt lobenswerterweise bereits „einzelne“ Schäden an Gebäuden und Anlagen.
    hier kann aufgrund des aktuellen Standes des Ereignisses von der „Spitze des Eisberges“ ausgegangen werden.
    weitere Klagen werden naturgemäss folgen. nebst reinen Sachklagen werden sich auch Personenschäden dazufinden.

    auf dem platz Basel wird in den kommenden Tagen versucht werden, mit bestehenden Gruppierungen Kontakt aufzunehmen und über eine zu definierende Plattform mit einer Sammelklage die unterschiedlichsten Personen, Gruppierungen, generell negativ Betroffenen oder gar Leidtragenden zu vereinen und gegen das Projekt ins Feld zu führen.

    die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat lege artis bereits eine Untersuchung eingeleitet. wir werden schauen, dass wir den politischen Druck derart konkretisieren können, dass daraus in nächster zeit eine Strafuntersuchung werden wird.

    wer aufs schwerste regeln einer Demokratie derart sträflich missachtet und mit Füssen tritt und die Sicherheit von Tausenden leichtfertig, geldgierig und machtmissbrauchend aus Spiel setzt, wird lernen müssen, wie Demokratie effektiv funktioniert. so auch die Verantwortlichen des Geothermieprojektes Basel.
    Basel ist eine von Erdbeben leidgeprüfte Stadt, wo ein kollektives Unterbewusstsein und Zusammengehörigkeitsgefühl auf dieser Ebene existiert und – die entsprechenden Vorkommnisse vorausgesetzt – kurzfristig abrufbar und aktivierbar ist. Da wird man ansetzen müssen.

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