Amokschütze in Basel: Chaos am Bahnhof SBB


Verkehrschaos am Basler Bahnhof

Verkehr um den Bahnhof zusammengebrochen: Trampassagiere mussten sich gedulden, auch am nahegelegenen Verkehrsknotenpunkt Aeschenplatz. Foto Reto Mastria

Basel. SDA/baz. Nach Schüssen in der Nähe des Basler Bahnhofs ist am Montagabend während des Feierabendverkehrs der Bahnhof gesperrt worden. Der Bahnverkehr wurde eingestellt. Tausende von Reisenden waren betroffen. Der Schütze wurde gefasst, verletzt wurde niemand.


Ein Verkehrsdienstangesteller der Polizei hatte kurz nach 16 Uhr beim Vorbeigehen in einem Haus an der Hochstrasse, die parallel zu den Zuggeleisen verläuft, Ladegeräusche eines Gewehrs und Schüsse gehört. In der Folge wurde eine Sondereinheit der Polizei aufgeboten.


Zugverkehr eingestellt


Weil das Haus, in dem sich der Schütze befand, direkt an den Geleisen liegt, wurde um 18 Uhr aus Sicherheitsgründen der Zugverkehr eingestellt. Die Polizei hielt es für möglich, dass der Schütze Züge im Visier hatte. Während einer Stunde konnten keine Züge in Basel ein- oder ausfahren. Tausende von Reisenden waren betroffen.


Laut SBB-Sprecher Christian Kräuchi wurden zwischen 18 und 19 Uhr rund 40 Züge in den umliegenden Bahnhöfen angehalten. Für die Reisenden seien soweit möglich Ersatzbusse organisiert worden, sagte Kräuchi.


Auch in Basel, wo die Trams teilweise umgeleitet werden mussten, wurden zusätzliche Busse eingesetzt. Ausserdem richtete die SBB eine Hotline ein. Um 19 Uhr gab die Polizei Entwarnung, die Züge konnten wieder normal verkehren.


Haus gestürmt


Die Polizei hatte kurz zuvor das Haus gestürmt. Der Schütze -ein 37-jähriger Italiener – befand sich in einer Wohnung im ersten Stock. Er hatte vier bis fünf Schüsse abgegeben. Während der Polizeiaktion warf er einen Müllsack durch das Fenster hindurch. Die Polizei brach die Wohnungstür auf und überwältigte den Mann.


In der Wohnung, in der sich ausser dem Schützen niemand aufhielt, habe die Polizei ein Chaos vorgefunden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zwei Gewehre seien sichergestellt worden. Es handle sich nicht um Sturmgewehre. Das Motiv des Schützen war am Montagabend unbekannt, die Umstände werden untersucht.

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